Kostenlose Let’s Encrypt Zertifikate bei Variomedia

Wie bereits angekündigt, wird es bald möglich sein, über uns kostenlose SSL-Zertifikate von Let’s Encrypt auf den Webservern zu beauftragen.

Wir haben die dafür nötigen Technologien und Methoden implementiert und werden voraussichtlich ab dem 23.05. zunächst eine Testphase für interessierte Kunden anbieten, um eventuell noch auftretende Probleme bei der automatischen Erstellung und Validierung von Zertifikaten zu beseitigen.

In der Testphase können SSL-Zertifikate auf Wunsch durch unsere Kundenbetreuung installiert werden, genauere Details zum Ablauf werden wir nächste Woche bekannt geben. Sobald alles zuverlässig funktioniert, können SSL-Zertifikate später einfach per Mausklick im Kundenmenü eingerichtet werden.

Wir planen, in jedem unserer Webhosting-Pakete zukünftig mindestens ein kostenloses SSL-Zertifikat anzubieten, das für eine Domain sowie die zugehörige www-Subdomain gilt.

Probleme mit ownCloud und PHP 7

Gegenwärtig gibt es ein Problem mit ownCloud und der aktuellen PHP-Version 7.0.6, die wir am 29.04. auf allen Webservern installiert haben. Betroffen sind ausschließlich Kunden, die PHP 7 manuell über eine .htaccess-Konfigurationsdatei aktiviert haben. Unter PHP 7 wird beim Aufruf der ownCloud-Seite die Fehlermeldung “Interner Serverfehler” angezeigt. Die Ursache ist ein Programmierfehler in ownCloud, der bei den vorigen PHP-Versionen noch keine Auswirkungen hatte.

Die einfachste Lösung für dieses Problem ist die ältere PHP-Version 5.6 zu nutzen, bis der Fehler durch ein ownCloud-Update behoben wird. Eine Anleitung zur Auswahl der PHP-Version finden Sie hier.

Falls Sie weiterhin PHP 7 nutzen möchten, muss die PHP-Datei “request.php” im ownCloud-Unterverzeichnis “lib/private/appframework/http” angepasst werden. Sie können diese Datei per (S)FTP herunterladen oder direkt auf dem Webserver mit einem Texteditor bearbeiten. Suchen Sie nach der Zeile “public function __isset($name) {” und fügen dort die folgenden 3 grün markieren Zeilen hinzu:

    public function __isset($name) {
        if (in_array($name, $this->allowedKeys, true)) {
            return true;
        }
        return isset($this->items['parameters'][$name])
    }

Update vom 02.05.2016: Wir haben bei allen von uns für Kunden installierten Owncloud-Instanzen die entsprechenden Änderungen vorgenommen.

Probleme beim POP3-Abruf in Outlook 2016

In der beliebten E-Mail-Software Outlook 2016 gibt es ein Problem beim Abruf von E-Mails per POP3, das zu gelöschten oder doppelt angezeigten E-Mails führen kann. Dieser Fehler tritt nur auf, wenn die Option “Kopie aller Nachrichten auf dem Server belassen” gewählt ist. Microsoft hat nun ein Update bereitgestellt, dass diesen Fehler behebt. Dieses Update kann über die automatische Updatefunktion von Outlook (bzw. Office 365) installiert werden.

Absenderverifizierung auf unseren Mail-Servern

Das Versenden von E-Mails mit einer ungültigen Absenderadresse (Envelope Sender) ist nicht zulässig und führt bei vielen Mail-Servern zu einer sofortigen Ablehnung. In diesem Fall besteht der begründete Verdacht, dass es sich um unerwünschte E-Mails (SPAM) handelt. Manchmal handelt es sich jedoch auch um legitime E-Mails, die versehentlich mit ungültigen Absenderadressen gesendet werden. Unsere Mail-Server haben bisher keine genauere Prüfung der Absenderadresse vorgenommen, wir haben uns nun jedoch dazu entschieden, ungültige Absenderadressen als zusätzliches Kriterium für unser bestehendes Greylisting zu nutzen, um weitere bisher nicht als SPAM erkannte E-Mails abzuweisen:

E-Mails mit einer Absenderadresse von einer nicht existierenden Domain oder einer Domain ohne gültigen A- bzw. MX-Eintrag führen jetzt ebenfalls zum Greylisting. Bei Absenderadressen, die auf unsere Mail-Server verweisen, wird zusätzlich geprüft, ob dieses Postfach auf unseren Mail-Servern existiert (bzw. ob es ein passendes Catch-All-Postfach gibt).

Durch das Greylisting werden diese E-Mails nicht abgelehnt, sondern erst nach einem zweiten Zustellversuch mit einer Verzögerung von mindestens 5 Minuten angenommen, es können also keine legitimen E-Mails verloren gehen.

MariaDB 10.1 verfügbar

Ab sofort können Sie im Kundenmenü für neue Datenbanken auch MariaDB in der aktuellen Version 10.1 nutzen. MariaDB ist eine Abspaltung von MySQL, die nach der Übernahme von MySQL durch Oracle von einigen früheren Entwicklern aus Unzufriedenheit mit dem neuen Eigentümer initiiert wurde. MariaDB nutzt die gleichen Schnittstellen und SQL-Befehle wie MySQL, die Version 10.1 ist weitgehend kompatibel zu MySQL Version 5.7. In den meisten Anwendungen (z.B. WordPress, Joomla, OwnCloud) können Sie einfach statt einer MySQL-Datenbank MariaDB nutzen (falls die Anwendung MariaDB nicht als eigenen Datenbank-Typ unterstützt, wählen Sie als Datenbank-Typ einfach MySQL).

MySQL 5.7 als Standard

Weiterhin haben wir die Standard-MySQL-Version für neue Datenbanken von MySQL Version 5.6 auf Version 5.7 umgestellt. Wenn Sie eine neue Datenbank anlegen, und keine andere MySQL-Version auswählen, wird standardmäßig Version 5.7 genutzt.

Mögliche Probleme mit MySQL 5.7

Seit MySQL Version 5.6 sind standardmäßig die Optionen STRICT_TRANS_TABLES und NO_ENGINE_SUBSTITUTION gesetzt, die Option STRICT_TRANS_TABLES  kann allerdings bei älteren Anwendungen manchmal zu Problemen führen. Alternativ können Sie auch weiterhin MySQL Version 5.5 oder das neue MariaDB nutzen, oder Sie deaktivieren diese Option für eine MySQL-Session über folgenden Befehl:

SET SESSION sql_mode = "NO_ENGINE_SUBSTITUTION";

MySQL 5.7 und TRIGGER-Rechte für Datenbanken

Ab sofort lassen sich im Kundenmenü neue Datenbanken mit der aktuellsten MySQL-Version 5.7 einrichten. Für neu angelegte Datenbanken sind nun außerdem standardmäßig EVENT- und TRIGGER-Rechte freigeschaltet, die beispielsweise für Magento 2 benötigt werden.

Mittelfristig werden wir auch die bestehenden MySQL-Datenbanken auf die Version 5.7 aktualisieren, dabei aber die Abwärtskompatibilität zu der Version gewährleisten, in der die jeweilige MySQL-Datenbank eingerichtet wurde.

Hinweis zum Umstieg von MySQL 5.5

Seit MySQL Version 5.6 sind standardmäßig die Optionen STRICT_TRANS_TABLES und NO_ENGINE_SUBSTITUTION gesetzt, die Option STRICT_TRANS_TABLES  kann allerdings manchmal zu Problemen führen. Diese Option kann jedoch in einer MySQL-Session über folgenden Befehl deaktiviert werden:

SET SESSION sql_mode = "NO_ENGINE_SUBSTITUTION";

Weiterhin unterscheidet sich der serverseitige Standard-Zeichensatz zwischen MySQL Version 5.5 und den neueren Versionen 5.6 und 5.7. Unsere MySQL-5.5-Datenbanken nutzen aus Gründen der Abwärtskompatibilität zu MySQL 4 standardmäßig den Latin1-Zeichensatz, MySQL 5.6/5.7 nutzen UTF-8. Falls Sie eine bestehende MySQL-5.5-Datenbank auf MySQL 5.6/5.7 migrieren, kann es dadurch unter Umständen zu Problemen bei der Darstellung von Umlauten und Sonderzeichen kommen. Diese Probleme treten meistens bei selbst entwickelten PHP-Scripten auf, wenn der der gewünschte Datenbank-Zeichensatz nicht ausdrücklich vorgegeben wird. Die meisten bekannten PHP-Anwendungen nutzen seit längerem UTF-8 als Standard-Zeichensatz und sind daher von diesen Problemen nicht betroffen, Sie können bei Problemen den alten Standard-Zeichensatz durch folgenden SQL-Befehl setzen:

SET NAMES 'latin1';

PHP 7.0 verfügbar

Seit heute steht auf unseren Webservern die neue Version 7.0 von PHP zur Verfügung. Der Versionssprung von 5.6 auf 7 liegt daran, dass die Entwicklung von PHP 6 aus verschiedenen Gründen eingestellt wurde.

Vorteile von PHP 7

Die Hauptverbesserungen bei PHP 7 wurden an den internen Datenstrukturen vorgenommen, dort konnte der Speicherbedarf stark reduziert werden. Dies führt zu einer deutlichen Erhöhung der Ausführungsgeschwindigkeit von PHP-Scripten, in der Praxis laufen viele Anwendungen wie z.B. WordPress unter PHP 7.0 doppelt so schnell wie unter PHP 5.6, der Umstieg auf PHP 7 lohnt sich also.

Mögliche Probleme beim Wechsel auf PHP 7

Bei PHP 7 wurden einige bisher nur als veraltet markierte Extensions endgültig entfernt, darunter auch die häufig eingesetzte originale MySQL-Extension. Als Alternativen können die MySQL-Improved-Extension (MySQLi) oder PDO genutzt werden.

Weiterhin sind einige Begriffe wie int, float, bool, string, true, false und null nun reserviert und dürfen nicht mehr für Klassennamen oder Ähnliches genutzt werden, dies führt bei einigen PHP-Anwendungen wie beispielsweise Joomla zu Problemen.

Eine vollständige Übersicht der nicht abwärtskompatiblen Änderungen finden Sie hier.

Aufgrund dieser Änderungen sind viele bekannte PHP-Anwendungen nicht kompatibel mit PHP 7. Für die meisten betroffenen Anwendungen sollten jedoch in Kürze Updates erscheinen, die diese Probleme beheben. Die bei uns am häufigsten genutzte PHP-Anwendung WordPress ist in der aktuellen Version vollständig kompatibel mit PHP 7, es kann jedoch unter Umständen Probleme mit älteren WordPress-Plugins geben.

PHP 7 aktivieren

PHP 7 wird nicht automatisch für alle PHP-Scripte auf unseren Webservern genutzt, da bei einer Änderung der Standard-PHP-Version viele Webseiten nicht mehr korrekt funktionieren würden. Sie können jedoch die gewünschte PHP-Version für Ihre Webseiten über eine Konfigurationsdatei vorgeben, eine Anleitung dazu finden Sie hier.

Let’s Encrypt Zertifikate bei Variomedia

Ab dem 3. Dezember wird die Zertifizierungsstelle Let’s Encrypt kostenlose SSL-Zertifikate für Webserver ausstellen, die von sämtlichen Web-Browsern akzeptiert werden. Wir erhalten derzeit viele Anfragen von Kunden, ob wir diese ebenfalls unterstützen werden. Grundsätzlich planen wir, Let’s Encrypt Zertifikate anzubieten. Es gibt allerdings noch einige bisher ungelöste technische Probleme bei der Domain-Validierung durch Let’s Encrypt, so dass wir derzeit noch nicht genauer sagen können, wann und in welcher Form wir diese Zertifikate anbieten können.

Um ein SSL-Zertifikat zu erhalten, muss zuvor bei der Zertifizierungsstelle der Besitz der Domain nachgewiesen werden. Let’s Ecrypt nutzt hierzu einen Mechanismus, der eine Datei mit einem verschlüsselten Token per HTTP von der gewünschten Domain herunterlädt, die nur vom Inhaber der Domain angelegt werden kann. Alternativ kann auch eine Validierung mittels spezieller DNS-Einträge erfolgen, dieses Verfahren wird jedoch zum Start von Let’s Encrypt am 3. Dezember noch nicht unterstützt, sondern erst später nachgereicht.

Um den gesamten Vorgang zu automatisieren stellt Let’s Encypt eine eigene Software bereit, die jedoch auf unseren Webservern nicht funktioniert. Wir müssen daher das von Let’s Encrypt genutzte ACME-Protokoll selbst implementieren. Weiterhin gelten die Let’s Encrypt-Zertifikate nur 90 Tage, so dass wir auch eine automatische Verlängerung implementieren müssen. Eine automatisierte Validierung ist in unserem Webserver-Verwaltungssystem praktisch nur mittels DNS-Validierung umsetzbar, daher müssen wir noch warten, bis dies von Let’s Encrypt unterstützt wird.

Bitte beachten Sie, dass es bei uns grundsätzlich nicht möglich ist, selbst erstellte oder von regulären Zertifizierungsstellen direkt erworbene SSL-Zertifikate einzubinden, da wir ein automatisiertes System zur Verwaltung von SSL-Zerfikaten nutzen, das nicht mit Zertifikaten anderer Anbieter funktioniert.

Phusion Passenger für Ruby, Python und Node.js

Wir erhalten regelmäßig Anfragen, ob wir auch Hosting für Ruby on Rails, Python WSGI oder Node.js anbieten können. Daher planen wir, in unseren Pro-Paketen und auf Dedicated-Servern zukünftig auch Ruby Rack (z.B. Ruby on Rails, Sinatra), Python WSGI (z.B. Django, Flask, Pyramid) und Node.js mittels Phusion Passenger (als Apache-Modul) zu unterstützen. Passenger, auch als mod_rails bekannt, ist der Standard-Application-Server für Ruby on Rails, unterstützt jedoch auch andere Sprachen wie Python (WSGI) und Node.js.

Um eine Web-Anwendung mittels Passenger zu nutzen, muss sich diese an die typische Rack-Verzeichnisstuktur halten. Python- und Node.js-Anwendungen lassen sich sehr einfach anpassen:

  • Im Hauptverzeichnis der Web-Anwendung muss ein Unterverzeichnis “public” für statische HTML-Dateien, Bilder und CGI-Scripte angelegt werden.
  • Der Webserver-Pfad für die gewünschten Domains sollte auf dieses Verzeichnis zeigen.
  • Im Hauptverzeichnis der Web-Anwendung muss Passenger per .htaccess-Datei aktiviert und ein Startup-Script angelegt werden, dass die Anwendung lädt (z.B. config.ru, passenger_wsgi.py, app.js).
  • Wenn im Public-Verzeichnis keine Indexdatei (index.html, index.php, usw.) hinterlegt ist, wird die Anfrage vom Webserver an Passenger weitergeleitet.
  • Passenger lädt beim ersten Seitenaufruf das Startup-Script der Anwendung und leitet dann alle Anfragen an diese weiter.

Für interessierte Kunden bieten wir ab sofort eine kostenlose Testphase unserer Pro-Pakete an, bitte wenden Sie sich dazu an unsere Kundenbetreuung.

Mögliche Probleme mit Apache 2.4.17 und mod_rewrite

Wir haben am 15.10. ein Update der Webserver-Software Apache von Version 2.4.16 auf 2.4.17 vorgenommen, dabei hat sich eine unerwartete Änderung im Modul mod_rewrite ergeben, die zu Problemen mit einigen PHP-Anwendungen (z.B. Concrete5) führen kann: Die Server-Variable “REDIRECT_URL” wurde von einer relativen URL (z.B. “/kapitel/2/”) auf eine vollständige URL (z.B. “http://www.domain.de/kapitel/2/”) umgestellt, daher könnten PHP-Scripte, die auf diese Variable zurückgreifen, unter Umständen nicht mehr korrekt funktionieren.

Falls Sie seit dem 15.10. Probleme mit Ihrer Webseite festgestellt haben, die zuvor nicht aufgetreten sind, wenden Sie sich bitte an unsere Kundenbetreuung.