Update auf Node.js 14

Node.jsAuf unseren Webservern ist aktuell noch Node.js in Version 10 installiert. Dies war die zum Zeitpunkt der Erstellung unseres Webserver-Grundsystems aktuelle Long-Term-Support-Version (LTS).

Node.js wird auf unseren Webservern normalerweise nur in der Shell (SSH) genutzt; eine häufig genutzte Node.js-Anwendung ist Less.js.

Die Node.js-Version 10 wird ab dem 30.04.2021 nicht mehr weiter von den Node.js-Entwicklern unterstützt. Wir werden daher alle Webserver am 03.05.2021 auf die aktuelle LTS-Version 14 umstellen. Dieses Update kann unter Umständen zu Kompatibilitätsproblemen mit älteren Node.js-Anwendungen führen. Bei mittels npm installierten Node.js-Paketen sollten Sie ggf. ein Update durchführen.

Neu: Browserbasierter Dateimanager (WebFTP)

Auf vielfachen Kundenwunsch haben wir einen browserbasierten Dateimanager installiert, mit dem Sie Dateien auf dem Webserver über Ihren gewohnten Web-Browser hochladen und bearbeiten können.

Sie müssen so kein zusätzliches FTP-Programm installieren, um eine Webseite oder eine Webanwendung auf den Webserver hochzuladen. Besonders praktisch ist WebFTP auch, wenn Sie z.B. eine Konfigurationsdatei wie php.ini oder .htaccess bearbeiten wollen – dies ist nun direkt im Browser möglich. Die URL des Dateimanagers lautet webftp.variomedia.de.

Die Verbindung zum Webserver erfolgt verschlüsselt mittels SFTP. Auch die Datenübertragung zwischen Browser und WebFTP-Server erfolgt verschlüsselt (https://…). Wir nutzen als Software das beliebte WebFTP-Programm MonstaFTP.

Sie können sich bei MonstaFTP mit Ihren FTP-Zugangsdaten anmelden, die Sie im Kundenmenü einsehen können. Als Hostnamen wählen Sie eine beliebige Domain aus Ihrem Webhosting-Paket:

MonstaFTP

Wenn Sie auf eine Domain zugreifen möchten, die zwar schon bei uns eingerichtet ist, aber noch nicht bei uns registriert ist, können Sie an den Domainnamen das Suffix „domainpreview.eu“ anfügen, also „meine-domain.de.domainpreview.eu“.

Beachten Sie bitte folgende Einschränkungen gegenüber einem lokalen FTP-Programm:

  • Die maximale Dateigröße für einen Upload beträgt 250 MB pro Datei.
  • Es kann nur auf Variomedia Webserver zugegriffen werden
  • Bei der Nutzung von virtuellen FTP-Benutzern muss der Port auf 2222 geändert werden

Wie sicher sind meine Daten bei Variomedia?

Der Brand eines Rechenzentrums unseres Mitbewerbers OVH und die damit verbundenen Datenverluste haben bei einigen unserer Kunden Fragen zur Sicherheit ihrer Daten bei Variomedia aufgeworfen. Wir nutzen diesen Anlass, um hier unsere Backup-Strategien zu beschreiben und die Brandschutzmaßnahmen im Rechenzentrum zu erläutern.

Was wird gesichert?

Wir führen tägliche (bzw. nächtliche) Sicherungen aller Webspace-Inhalte, MySQL-Datenbanken und E-Mail-Postfächer durch. Gesichert werden zudem alle Informationen, die in speziellen Datenbanken vorliegen, z.B. DNS-Einträge, Kalender und Kontakte in Open-Xchange und Webmail-Profile.

Eine besondere Maßnahme gibt es im besonders ausfallkritischen Bereich des E-Mail-Hostings: Alle Inhalte von Postfächern werden in Echtzeit auf einen zweiten Server synchronisiert. Dieser dient als „Hot Standby“. Fällt ein E-Mail-Backend aus, kann der zweite Server die Arbeit sofort übernehmen und es gehen keine E-Mails verloren.

Wie lange werden die Backups gespeichert?

Alle täglichen Backups stehen 30 Tage lang zur Verfügung. Zusätzlich bewahren wir ein Backup von jedem Sonntag für 6 Monate auf. Monatliche Backups von jedem ersten Sonntag im Monat halten wir für weitere 5 Monate vor. Insgesamt ist das älteste Backup daher in der Regel etwa ein Jahr alt.

Wie lassen sich Daten aus einem Backup wiederherstellen?

Auf Webspace- und MySQL-Backups können Sie selbst zugreifen. Eine Anleitung dazu finden Sie im FAQ-Artikel „Wie spiele ich ein Backup auf dem Server ein?“. Die Wiederherstellung ist auch durch uns möglich (kostenpflichtig).

Postfach-Inhalte können nur durch unsere Systemadministratoren wiederhergestellt werden. Nähere Informationen dazu finden Sie im FAQ-Artikel „Gibt es Backups meiner E-Mail-Postfächer?“.

Wohin wird gesichert?

Die täglichen Backups werden auf Servern gesichert, die im gleichen Rechenzentrum stehen, wie die Quellserver, von denen gesichert wird. Diese Backups helfen also nur bei Hardware-Fehlern oder bei selbst verursachten Datenverlusten, würden bei einem Brand im Rechenzentrum aber nichts nützen.

Aus diesem Grund betreiben wir in einem zweiten Rechenzentrum (ebenfalls in Berlin, aber geografisch getrennt) weitere Server, die als „Off-Site-Backup“ dienen. Sobald die regulären, täglichen Backups erledigt sind, werden diese vom lokalen Backup-Server zum Off-Site-Backup-Server übertragen und dort für 30 Tage aufbewahrt.

Falls es also einen Brand in unserem primären Rechenzentrum geben sollte, stehen alle Daten vom Vortag im zweiten Rechenzentrum zur Verfügung und könnten von dort auf produktiv genutzte Server übertragen werden. Dieses Off-Site-Backup findet bei uns für alle auf unseren Servern gehosteten Daten statt und muss nicht kostenpflichtig gebucht werden.

Welche Brandschutzmaßnahmen werden im Rechenzentrum getroffen?

Die Server für unsere Webhosting-, Datenbanken- und E-Mail-Dienste sind in einem Rechenzentrum in Berlin untergebracht. Da es sich um ein sehr großes Rechenzentrum handelt, ist es in mehrere Gebäudebrandabschnitte mit hoher Feuerwiderstandsklasse (F 90 A) unterteilt. Die einzelnen Serverräume innerhalb des Rechenzentrums sind ebenso als Brandbekämpfungsabschnitte (F 90 A) ausgeführt. Dadurch wird verhindert, dass sich ein Brand innerhalb eines Serverraums innerhalb kurzer Zeit auf weitere Serverräume ausbreiten kann.

Um die Ausbreitung eines Brandes innerhalb der Serverräume zu erschweren, wurden für den Innenausbau ausschließlich spezielle, nicht-brennbare oder schwer entflammbare Materialien verwendet.

Die Serverräume sind mit Brandmeldern und einer automatischen Gaslöschanlage ausgerüstet: Im Falle eines Brandes wird der betroffene Serverraum automatisch mit einem speziellen Löschgas geflutet, das den Brand erstickt. Durch das Löschgas entstehen keine zusätzlichen Schäden an den Servern, wie sie etwa beim Löschen mit Wasser entstehen würden.

Zusätzlich zu konventionellen Brandmeldern sind die Serverräume mit einem Brandfrüherkennungssystem ausgestattet: Werden erste Anzeichen eines möglichen Brandes erkannt, so erfolgt eine umgehende Kontrolle durch Mitarbeiter des Rechenzentrums, die permanent vor Ort sind.

Durch diese Maßnahmen ist ein Brand des Rechenzentrums mit totalem Datenverlust sehr unwahrscheinlich.

Eigene Passwörter unter my.variomedia.de/mail

Passwörter für E-Mail-Postfächer bei uns lassen sich über drei verschiedene Wege setzen:

Bisher war es nur für den Vertragsinhaber und für Nutzer der API möglich, ein Passwort frei zu wählen. Für Postfachnutzer hingegen gab es nur die Möglichkeit, automatisch generierte Passwörter zu verwenden. Dies hat sich nun geändert.

Ab sofort ist es auch in den E-Mail-Einstellungen (my.variomedia.de/mail) für Postfach-Nutzer möglich, eigene Passwörter zu wählen. Es gelten dabei strenge Richtlinien, die zu einfache Passwörter verhindern sollen. Ein gutes Passwort ist eher länger als kürzer und wird ausschließlich für einen einzigen Dienst verwendet. Wir empfehlen dringend die Nutzung eines Passwortmanagers.

Passwort-Regeln
Regeln zum Setzen eines Passworts unter https://my.variomedia.de/mail

Im Kundenmenü und per API ist es auch möglich, so genannte „Application Passwords“ anzulegen. Hier handelt es sich um automatisch generierte Passwörter, die sich zusätzlich zum Haupt-Passwort eines Postfachs nutzen lassen und einer bestimmten Anwendung (z.B. Outlook oder Thunderbird) auf einem bestimmten Gerät (z.B. „Mein PC“) zugeordnet sind.

Änderung im Kundenmenü: Rechnungen auf Wunsch nicht mehr für den Hauptkontakt

Schon seit langer Zeit ist es möglich, die von uns per E-Mail verschickten Rechnungen nicht nur an den Hauptkontakt eines Kundenaccounts (primärer Ansprechpartner für Variomedia) versenden zu lassen, sondern zusätzliche Kontakte mit einer Buchhaltungsberechtigung anzulegen. Auf diese Weise können Sie unsere Rechnungen direkt dorthin schicken lassen, wo sie verarbeitet werden – in der Regel zur Buchhaltung eines Unternehmens, aber auch zu externen Dienstleistern für die Rechnungsverarbeitung.

Bisher war es aber so, dass der Hauptkontakt die Rechnung immer zusätzlich erhalten hat, was in manchen Fällen zu Irritationen und Doppelzahlungen geführt hat.

Wir haben die entsprechende Einstellung im Kundenmenü nun so geändert, dass sich die Buchhaltungsberechtigung des Hauptkontakts entfernen lässt, sofern es mindestens einen anderen Ansprechpartner mit Buchhaltungsberechtigung gibt.

Bleibt die Buchhaltungsberechtigung erhalten, senden wir alle Rechnungen weiterhin an den Hauptansprechpartner, sowie an alle Kontakte mit Buchhaltungsberechtigung.

Neue Top-Level-Domains: .forum und .quest

Neben den vier neuen TLDs für die Kosmetikbranche starten am 02.03.2021 noch zwei weitere neue Domainendungen: die teure, aber sehr attraktive Top-Level-Domain .forum, sowie die TLD .quest.

Sei es für ein Web-Forum, wie es sie als Diskussionsplattformen zu Hunderttausenden im Internet gibt oder für kulturelle, wissenschaftliche oder politische Veranstaltungen – mit einer .forum-Domain geben Sie Ihrem Forum eine Internetadresse, die niemand vergisst oder übersieht.

Diese Exklusivität hat ihren Preis: Eine .forum-Domain kostet 1.500,- Euro pro Jahr (inkl. MwSt.), für Großkunden ist ein Rabatt von bis zu 12% möglich. Einige ausgewählte Domains wie office.forum oder besonders kurze Domains wie pr.forum sind zudem als Premiumdomains klassifiziert und kosten 2.916,- Euro pro Jahr.

Die neue Top-Level-Domain .quest („Suche“, „Bestreben“) ist dagegen mit 21,- Euro pro Jahr ein Schnäppchen. Sie richtet sich an Experten in allen Bereichen, Anbieter von Wissensquellen, Gemeinschaften und Berater.

Die kostenlose Vormerkung beider neuen Top-Level-Domains ist unter https://ntlds.variomedia.de/vormerkung möglich. Bitte loggen Sie sich hier mit Ihren Zugangsdaten zum Kundenmenü ein.

Neue Top-Level-Domains: .beauty, .hair, .skin und .makeup

Am 02.03.2021 starten vier neue Top-Level-Domains für Unternehmen, Influencer und Interessierte der Kosmetikbranche. Für nur 21,- Euro pro Jahr sind die Top-Level-Domains .beauty, .hair, .skin und .makeup frei registrierbar. Die kostenlose Vormerkung einer Registrierung ist unter https://ntlds.variomedia.de/vormerkung möglich; bitte loggen Sie sich dort mit Ihren Kundendaten ein.

Gegen einen einmaligen Aufpreis lassen sich zwischen dem 10.02.2021 und dem 02.03.2021 die gewünschten Domains auch schon vor dem offiziellen Start registrieren („Early Access Period“). Gerne beraten wir Sie dazu!

Mit .salon (51,- Euro pro Jahr), .studio (33,- Euro pro Jahr) und .style (39,- Euro pro Jahr) gibt es bereits seit einigen Jahren ähnliche Domainendungen, die sich mit rund 90.000 Domainregistrierungen großer Beliebtheit erfreuen.

Verschönern Sie Ihren Domainnamen für einen makellosen Markenauftritt! Diese Domainendung ist perfekt für alle Hersteller und Anbieter von Pflege- und Kosmetik-Produkten, Beauty Blogs und Schönheitssalons. Mit der Registrierung einer Domain wie marke.beauty, name.beauty oder stadt.beauty bekommen Sie einen kurzen, einprägsamen Domainnamen zum besten Preis! Hier können Sie Ihre .beauty-Domain kostenlos vormerken.

Diese neue Domainendung ist die perfekte Domain für Friseure, Stylisten, Friseursalons, aber auch für Hersteller von Haarpflegeprodukten, sowie für Social Media Influencer, die sich mit Haaren, Frisuren und Styling beschäftigen. Wählen Sie Ihre Domain aus: marke.hair, name.hair oder stadt.hair für Ihren Friseursalon in der Stadt! Hier können Sie Ihre .hair-Domain kostenlos vormerken.

Auch .skin-Domains richten sich an Hersteller und Anbieter von Kosmetikprodukten und -diensten, insbesondere zur Hautpflege. Neben Domains wie marke.skin und name.skin sind auch generische Begriffe wie vegan.skin, sensitive.skin oder Domains für Kampagnen wie LoveYour.skin möglich. Hier können Sie Ihre .skin-Domain kostenlos vormerken.

Für Hersteller von Kosmetikprodukten, Blogger, Influencer und Herausgebern von Make-up-Magazinen oder Betreibern von Make-up-Communitys ist .makeup die perfekte Domainendung. Registrieren Sie marke.makeup oder name.makeup oder präsentieren Sie Ihre Arbeit als Make-up Artist in einer Gallerie unter hochzeit.makeup oder fotoshooting.makeup. Hier können Sie Ihre .makeup-Domain kostenlos vormerken.

Preisanpassung für Domain.Plus- und Mail.Plus-Paket

Zum Jahreswechsel ändern wir den Preis für die beiden Tarife Domain.Plus und Mail.Plus auf 1,- Euro pro Monat und führen beide Tarife zum „Mail.Plus“-Paket zusammen. Das Paket enthält folgende Leistungen, von denen viele in den letzten Jahren neu hinzukommen sind:

  • 5 Postfächer mit jeweils 2 GB Speicherplatz
  • Domain- und E-Mail-Weiterleitung, 100 Subdomains
  • bis zu 100 verschiedene E-Mail-Adressen
  • Webmail mit E-Mails, Kalendern, Kontakten und Aufgaben
  • Echtzeit-Synchronisation unter iOS, Android und Windows Phone
  • Premium-Spamschutz für Postfächer und Weiterleitungen
  • Serverseitige Mailfilter mit ManageSieve
  • Tägliche Backups aller Postfächer (kostenpflichtige Wiederherstellung)

Das Mail.Plus-Paket enthält keine Inklusivdomains; die Kosten für eine Domain kommen daher noch hinzu. Für viele Kunden lohnt sich der Wechsel in eines unserer Easy.Hosting-Pakete. So wäre das Easy.A-Paket mit einer .com-Inklusivdomain (24 Euro pro Jahr) günstiger als die Kombination aus einer .com-Domain (18 Euro pro Jahr) und dem Mail.Plus-Paket (12 Euro pro Jahr).

Noch interessanter ist das Easy.B-Paket (48 Euro pro Jahr), das neben vielen weiteren Leistungen (5 GB Webspace, zwei Inklusivdomains) auch die Möglichkeit bietet, zwei Postfächer kostenlos auf 10 GB zu vergrößern.

Gerne beraten wir Sie per E-Mail oder telefonisch (0331-237890), um den günstigsten Tarif für Sie zu finden.

PHP 8.0 verfügbar

PHP

Wie in den Jahren zuvor erscheint auch in diesem Jahr gegen Ende November eine neue PHP-Version. In diesem Jahr steht ein großer Versionssprung von PHP 7.4 auf PHP 8.0 an, der mit einigen größeren und nicht abwärtskompatiblen Änderungen verbunden ist. Die neue PHP Version 8.0 ist heute offiziell erschienen und kann ab sofort auf unseren Webservern genutzt werden.

Änderungen in PHP 8.0

In PHP 8.0 wurden zahlreiche nicht abwärtskompatible Änderungen vorgenommen, die zu Kompatibilitätsproblemen führen können. Diese Änderungen betreffen hauptsächlich Funktionen, die bereits in den Vorgängerversionen 7.x als veraltet gekennzeichnet waren.

In PHP 8.0 wurde die XMLRPC-Extension entfernt, die in den älteren PHP-Versionen auf unseren Webservern noch verfügbar ist. Diese Extension ist für PHP 8.0 nur noch als optionales Zusatzmodul bei PECL verfügbar.

Eine wichtige Änderung ist, dass der @-Operator nun keine kritischen Fehlermeldungen mehr unterdrückt. Dies kann zu Problemen führen, wenn in den Fehlermeldungen vertrauliche Informationen (z.B. Datenbankzugangsdaten) einsehbar sind. Wir haben daher bei PHP 8.0 aus Sicherheitsgründen die PHP-Option display_errors=Off standardmäßig gesetzt, Sie können diese bei Bedarf per php.ini bzw. .user.ini-Konfigurationsdatei wieder deaktivieren.

Eine weitere Änderung, die häufig zu Problemen führt ist, dass der Zugriff auf Array-Elemente nun nicht mehr mittels geschweifter Klammern {} möglich ist, sondern nur noch eckige Klammern [] erlaubt sind.

Eine Übersicht über alle nicht abwärtskompatiblen Änderungen finden sie hier.

Neuerungen und Verbesserungen in PHP 8.0

Die vielleicht wichtigste technische Neuerung ist die Integration eines sogenannten Just-In-Time (JIT) Compilers. PHP ist eine interpretierte Skriptsprache, ein PHP-Skript muss vor der Ausführung vom menschenlesbaren Quellcode in ausführbaren Maschinencode für Computer umgewandelt werden. Diese Umwandlung erfolgt bei PHP aber nicht direkt, sondern über einen Zwischenschritt: PHP erzeugt keinen nativen Maschinencode für bestimmte Prozessoren, sondern erzeugt aus dem Quellcode in einem Zwischenschritt sogenannten Bytecode für eine virtuelle Maschine (die Zend Engine), die daraus dann ausführbaren Maschinencode für Prozessoren erzeugt. Dieser Bytecode kann zur Beschleunigung zwischengespeichert werden (OpCache), der Maschinencode muss aber immer neu erzeugt werden. Der neue JIT-Compiler kann nun auch Maschinencode erzeugen und zwischenspeichern, dadurch kann bei sehr CPU-lastigen Skripten eine deutliche Performance-Steigerung erzielt werden. Die meisten Web-Anwendungen sind allerdings nicht besonders CPU-lastig, so ergibt sich z.B. für eine WordPress-Installation eine kaum messbare Verkürzung der Seitenladezeit. Der JIT-Compiler kann nicht mit OpCache im reinen Dateimodus genutzt werden, auf unseren Webservern funktioniert er daher nur in Webhosting-Paketen mit PHP-FPM (Pro- oder Dedicated-Server). Allerdings muss PHP-FPM dann bei jeder Änderung an einer PHP-Datei neu gestartet werden, was bei Web-Anwendungen mit automatischen Updates problematisch ist. Wir werden den JIT-Compiler daher zunächst nicht einsetzen.

Eine für Softwareentwickler interessante Neuerung ist die Unterstützung von sogenannten Union Types. Union Types akzeptieren Werte von mehreren unterschiedlichen Typen (z.B. int und float) , die Verwendung lässt sich mit folgendem Beispiel veranschaulichen:

class Number {
    private int|float $number;
 
    public function setNumber(int|float $number): void {
        $this->number = $number;
    }
 
    public function getNumber(): int|float {
        return $this->number;
    }
}

Eine Übersicht über alle Neuerungen in PHP 8.0 finden Sie hier.

Performance-Verbesserungen in PHP 8.0

Wir konnten in ersten Tests eine leichte Verbesserung der PHP-Ausführungsgeschwindigkeit von etwa 5% bis 10% im Vergleich zur Vorgängerversion 7.4 feststellen.

PHP 8.0 aktivieren

Sie können PHP 8.0 wie üblich entweder im Kundenmenü oder per .htaccess-Konfigurationsdatei auf dem Webserver mittels folgender Direktive aktivieren:

AddHandler application/x-httpd-php80 .php

Für weitere Hinweise zur Auswahl der PHP-Version beachten Sie bitte den FAQ-Artikel „Wie kann ich eine bestimmte PHP-Version auswählen?„.

Beachten Sie bitte, dass viele Web-Anwendungen noch nicht mit PHP 8.0 kompatibel sind. Dies betrifft auch das am häufigsten genutzte CMS WordPress in der gegenwärtig aktuellen Version 5.5.3. Die Unterstützung von PHP 8.0 ist für die kommende WordPress-Version 5.6 angekündigt, die voraussichtlich am 8.12. erscheinen wird. Das ebenfalls beliebte CMS Joomla ist ab der der gegenwärtig aktuellen Version 3.9.23 mit PHP 8.0 kompatibel.

PHP 7.2 End of Life

Mit dem Erscheinen von PHP 8.0 endet auch die Unterstützung der älteren PHP-Version 7.2 durch das PHP-Entwicklerteam, es wird keine weiteren offiziellen Updates für diese PHP-Version mehr geben.

Falls Sie noch PHP 7.2 für Ihre Webseiten nutzen, sollten Sie aus Sicherheitsgründen möglichst bald auf eine neuere PHP-Version umstellen. Wir empfehlen, momentan noch nicht die neue PHP Version 8.0 zu nutzen, da hier noch zahlreiche Kompatibilitätsprobleme auftreten können. Verwenden Sie zunächst besser noch die Vorgängerversionen PHP 7.4 oder 7.3.

PHP 8.0 RC1 zum Testen verfügbar

Ab heute können Sie den ersten Release Candidate der neuen PHP Version 8.0 auf unseren Webservern ausprobieren. Beachten Sie dabei bitte, dass es noch nicht die endgültige Release-Version ist, die planmäßig gegen Ende November erscheinen soll, sondern der erste von voraussichtlich 4 Release Candidates, die nur zu Testzwecken genutzt werden sollten.

Sie können damit die PHP Entwickler bei der Suche nach letzten Fehlern und Problemen unterstützen und die Kompatibilität Ihrer Web-Anwendungen mit der neuen PHP-Version testen.

Änderungen in PHP 8.0

Mit dem Sprung auf Version 8.0 gehen diverse nicht abwärtskompatible Änderungen zur Vorgängerversion 7.4 einher, die Anpassungen an vielen Web-Anwendungen erforderlich machen. Es wurden einige als veraltet gekennzeichnete Funktionen entfernt, aber auch neue Funktionen hinzugefügt und Verbesserungen vorgenommen.
Aktuell kommt es bei vielen Web-Anwendungen noch zu kleineren Problemen mit PHP 8.0, dies sollten aber durch Updates im Laufe der nächsten Wochen bis zum finalen Release behoben werden.

In PHP 8.0 wurde die XMLRPC-Extension entfernt, die in den älteren PHP-Versionen auf unseren Webservern verfügbar ist. Diese Extension ist für PHP 8.0 nur noch als Zusatzmodul bei PECL verfügbar.

Eine wichtige Änderung ist, dass der @-Operator nun keine kritischen Fehlermeldungen mehr unterdrückt. Dies kann zu Problemen führen, wenn in Fehlermeldungen vertrauliche Informationen wie z.B. Datenbankzugangsdaten einsehbar sind.

Eine Änderung, die häufig zu Problemen führt ist, dass der Zugriff auf Array-Elemente nun nicht mehr mittels geschweifter Klammern {} möglich ist, sondern nur noch eckige Klammern [] erlaubt sind.

Die vielleicht wichtigste Neuerung in PHP 8.0 ist, dass der PHP OpCode Cache nun einen sogenannten Just-in-Time-Compiler erhalten hat, der die Performance bei sehr CPU-lastigen Scripten verbessern kann. Dies führt aber in der Praxis nur zu geringfügigen Performance-Gewinnen, da viele PHP-Anwendungen nicht sehr CPU-lastig sind und viel Zeit mit dem Warten auf Daten z.B. von einer Datenbank verbringen.

Eine Übersicht über alle Neuerungen und Änderungen zur Vorgängerversion 7.4 finden Sie in der PHP-Upgrade-Dokumentation.

Verbesserungen in PHP 8.0

Wir konnten in ersten Tests eine leichte Verbesserung der PHP-Ausführungsgeschwindigkeit von etwa 5% bis 10% feststellen.


PHP 8.0 aktivieren

Sie können PHP 8.0 wie gewohnt entweder über das Kundenmenü aktivieren, oder über eine .htaccess-Konfigurationsdatei im Anwendungsverzeichnis auf dem Webserver mittels folgender Direktive:
AddHandler application/x-httpd-php80 .php